Das
vorzeitliche Heiligtum bei Rißdorf
Exkursion
Vorzeitkalender Kreuzweingarten vom 10. Oktober 2006
Kultstätten am Kielsberg (Höhe 288,5)
Foto:
11. April 2006 - 9.49 Uhr - Nordwestansicht
Am Kielsberg befinden sich 2 Kultstätten.
Höhe 288,5 am Kielsberg liegt südwärts von Höhe 286,9 an einer dort befindlichen Baumgruppe. Der Standort weist noch ältere Flurgrenzen auf. Er liegt an den GPS-Koordinaten 6° 43' 17'' und 50° 35' 56''.
Seine Ausrichtung zum Antweiler Standort und den dahinterliegenden Standorten am Lichtenberg und am Kaiserstein auf der 15. Mai Linie bei 58° 38' 29", die auf einer Linie liegen markieren ihn als wichtigen Kalenderort zwischen Lessenich und Rissdorf.
Seine zweite Ausrichtung auf der 1. November Linie zum Münsterberg / Pohlenberg in der Nähe von Wachendorf bei 112° 19' 35" machen ihn gleichzeitig zum Knotenpunkt.
Oberhalb
des Kielsberges, der auf einer Lichtung einen einzelnen Baum als
Kennzeichen einer Kultstätte aufweist liegt die Kultstätte
am TP 288,5.
Ansicht
von Süden - Luftbildausschnitt September 2005
Topografische
Karte Lage Standort Baumgruppe Höhe 288,5 oberhalb von
Lessenich
M = Münsterberg /
Pohlenberg Wachendorf auf der WSW-Linie
A = Standort bei
Antweiler auf der Linie zum 15.5. (Sophienlinie)
A ? = fiktiver
Standort im Billiger Wald auf der SSW-Linie
L = Standort
Lichtenberg Billig
K = Standort Kaiserstein Billig
Südostansicht
Südostansicht
mit Einzeichnung
Südansicht
Nordansicht
An der Kultstätte verläuft ein alter Weg, der jetzt als Wirtschaftsweg von Lessenich nach Rißdorf verläuft. Die Nutzung und die Grundstückseinteilung sind scheinbar von einer Flurbereinigung weitgehend verschont. Die bestehende Baumgruppe kennzeichnet die Kultstätte.
In einer Begehung vom 10. Oktober 2006 wurde ein Kultort gemutet. Um die Baumgruppe befinden sich in der Erde 9 Steine von etwa 20 25 cm Durchmesser im Abstand von etwa 4 bis 5 Meter um die Bäume in ovalförmiger Anlage. Zwischen der nach Norden stehenden 3er Baumgruppe befindet sich ein Grab. Weitere Angaben befinden sich andernorts.
Radiästhesie
als Hilfsmittel bei der Vorzeitforschung (F.B.)
3
Bilder Ferdinand Bongart Eschweiler
Vergrößerung
Baumgruppe - Symbolskizze mit ungefährer Steinanordnung
Die Kreisanlage Bienengarten
Am 10. Oktober von wurden in der Zeit von etwa 11 Uhr bis 16 Uhr einige Standorte bei Lessenich begangen, die sich aufgrund von Luftaufnahmen und Auswertungen von topografischen Karten als mögliche Standorte eines vorzeitlichen Kalendersystems oder als Kultstätten eignen.
Hierbei wurden überraschende Erkenntnisse und Entdeckungen gemacht, die von den anderen Untersuchungen am Rauschengraben bei Rheder, dem Erdwerk am Kreuzweingartener Sportplatz und dem Keltenring ebenso bei Kreuzweingarten differieren.
Anhand von Verfärbungen im Boden auf Luftaufnahmen zu verschiedenen Jahreszeiten lassen sich an einigen Stellen kreisförmige Scharrungen feststellen. Diese erwiesen sich meistens bei Begehungen und Auswertungen von topografischen Karten als kleine leichte Kuppen im relativ flachen Gelände. Mitunter sind sie als kleine Hügel oder diskusförmige Tellerkuppen erkennbar; jedoch einige Scharrungen sind wiederverfüllte Kies- oder Tongruben.
Foto:
21. September 2005 11.31 Uhr
Der untersuchte Bereich liegt westlich vom Orte Lessenich inmitten eines Gebietes, in dem sich mehrfach von Ton- und Sandgruben befinden. Im obigen Foto lässt sich in etwa ein Mittelpunkt und äußere Umrisse eines Kreises erkennen. Die Gesamtgröße der Kreisanlage dürfte bei 180 m bis 200 m liegen.
Die Untersuchung wurde mit einer Lechner-Antenne durch Ferdinand Bongart durchgeführt. Als Ergebnis konnte der Mittelpunkt bei 12,8 k und der Kreis bei 2,5 k festgestellt werden.
Vom Mittelpunkt ausgehend fanden sich 2 Leylinien, wovon die nach Osten ausgerichtete Linie L 1 eine Kalenderlinie ist, die den Sonnenaufgang über einem Standort (TP 309,9) am östlichen Ausläufer des Billiger Wald (bei TP 309,0) am 1. Mai darstellt.
Die
Kreisförmige Anlage bei Lessenich
Etwa am Wege fand sich am Punkte K ein Kultstättenbereich, oder ein vorzeitlicher Friedhof F. An der Stelle W verläuft die Grenze der Kreisanlage am Graben entlang.
Die zweite Linie L 2 verläuft in Richtung Norden bei etwa 8 Grad. Dort befindet sich der westlichste Ausläufer des Billiger Waldes in der Nähe der Juffer Ley.
Im Vergleich mit ähnlichen Kalenderorten der Lessenicher und Wachendorfer Umgebung ist dem Standort Bienengarten kalendermäßig ein mehrfach in dieser Gegend festgestellter 1. Mai-Kultort beizumessen.
Die beiden vom Standort Bienengarten ausgehenden Ley-Linien berühren den westlichsten und den östlichsten höchsten Punkt des Billiger Waldes, wobei die Kalender-Relevanz der nach Osten weisenden Linie nicht unbedingt gegeben sein muß.
Lage
des Standortes Bienengarten bei Mechernich-Lessenich