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2000 - Die Kalenderforschung bei Vorzeitkalender.de geht auf die Goloring-Editionen bei Wisoveg.de zurück. Durch die Zugänglichmachung eines ehemaligen militärischen Übungsgeländes geriet der Goloring wieder in Erinnerung. Heute finden im Rahmen der Denkmalpflege und Heimatkunde Treffen, Vorträge und Weiterforschungen statt. Sowohl Goloring als auch der Ringwall bei Kreuzweingarten kommen als zentraler Standort eines großen Kalendersystem in Frage. Aufgrund von Azimutwertberechnungen und Standortanalysen konnten einige den Keltenring Kreuzweingarten umliegende Höhen in ein Modell für einen vorzeitlichen Kalender gebracht werden. Es wurden Konjunktionen zu markanten Kalenderereignissen der Vorzeit, wie 1.5. Beltaine, Maifeiertag, 15. 5. Eisheiligen, Sophientag, 22. 6. Sommersonnenwende, 1.11. Samhain, Allerheiligen, Halloween, 11.11. Martinstag, Zinstag und 22.12. Wintersonnenwende untersucht. Auch Flurnamenanalysen und schließlich mehrere Überfliegungen mit anschließenden Untersuchungen die zum Münsterberg Wachendorf, Lichtenberg Billig und Engelberg Kirchheim führten zu einer Festlegung von möglichen Kalenderorten, die um den Hauptkalenderort Kreuzweingartener Ringwall gruppiert sind. Sie fallen vom fränkischen Namen her sofort auf und liegen als Hauptkalenderorte des Vorzeitkalendersystems um den Kreuzweingartener Ringwall.

2005 - Vorzeitliche Kalenderanlagen in der Eifel oder im Rheinland sind so gut wie unbekannt. Sie sind kaum untersucht oder wurden womöglich nicht als solche erkannt. Als Ausnahme gilt der Goloring bei Koblenz. Aufgrund einer Luftaufnahme eines Grabenwerkes am Münsterberg bei Wachendorf entstand die Überlegung, ob es sich um einen für Kalenderzwecke angelegter Ort handelt, der auf den Keltenring im Hardtwald bei Euskirchen-Kreuzweingarten ausgerichtet ist. Die daraufhin begonnenen Untersuchungen folgten zur Rekonstruktion eines Kalendersystems, welches anfangs ein Gebiet von etwa 40 qkm umfaßt. Mangels Literatur und kalendarischer Kenntnisse wurde die Untersuchung seinerzeit eingestellt.

2007 bis 2009 - Die Kenntnisse um den Kreuzweingartener Vorzeitkalender erfuhren mit der Entdeckung eines weiteren Kalenders am Michelsberg bei Bad Münstereifel-Mahlberg bzw. bei Bad Münstereifel-Odesheim eine teilweise Bestätigung. Namensanalysen führten zur Erkenntnis, dass mehrere Orte und Flurbezeichnungen auf germanische Gottheiten oder Gerichtsplätze hindeuten. Die Ergebnisse ließen auch die Untersuchungen Ringwall Kreuzweingarten aufleben. Gleichzeitig ergaben sich bei Wanderungen und Diskussionen um verschiedene aus germanischer Besiedlung stammenden Orten Erkenntnisse über zahlreiche kalendarische Anlagen von Orten und Wegen, die in Einzeluntersuchungen festgehalten wurden.

2011 - Anlässlich eines Ostfrieslandbesuches im Juni 2011 wurde entdeckt, dass die im Küstengebiet nordwestlich von Emden liegenden höher gelegenen Warfendörfer am Krummhörn kalendarische Ausrichtungen haben und insgesamt ein System darstellen. Somit erweiterte sich das Forschungsgebiet und die Erkenntnisse der 3 gemuteten Kalender konnten untereinander ausgetauscht werden. Es kristalisierte sich ein Überblick über Anlage, Aussehen und Funktion der Vorzeitkalender heraus, die sich auch als germanisches oder keltisches Heiligtum definieren lassen.

2011 - Im Herbst wurde mit der Untersuchung eines vierten Kalendersystems begonnen. Im Südosten Nideggens liegt der sogenannte Badewald, um den sich im Laufe der Zeit zahlreiche Sagen bildeten. Mit den historischen Editionen um die Geschichte des Badewaldes befaßt sich der Geschichts- und Heimatverein Nideggen, der in Exkursionen den Spuren der Eburonen-, Römer- und Germanengeschichte folgte und dabei auf Zeugnisse von Bergwerken, Schalensteinen, Runensteinen und merkwürdige Terrassen stieß. Ein einstiges Aduatuka rund um den Rödelsberg? Fragen um Fragen um ein eburonisches Heiligtum und eine Einschätzung der Kultur auch der Vorzeit für unsere Region. Die Untersuchungen wurden begleitet von den historischen Editionen - in Zusammenarbeit mit wingarden.de - des seinerzeit in Blens lebenden Pfarrers Andreas Pohl, dessen Forschungsergebnisse in regionalen Zeitungsberichten der 30er bis 50er Jahre Niederschlag fanden.

2013 - Das Aduatuka-Projekt in Nideggen mit den historischen Editionen von Pfarrer Pohl nahm etwa 2 Jahre in Anspruch. Ein zwischenzeitlich entdeckter Kalender rund um das Kloster Steinfeld bei Kall konnte nur kurz skizziert werden. Mit dem Ende der Untersuchungen bei Nideggen und der Herausgabe eines Pfarrer Pohl Buches über die Aduatuka-Forschung im Badewald konnten die ursprünglichen Editionen an den Forschungen bei vorzeitkalender.de wieder aufgenommen werden.

2014 - Mit einem Umbau der Seiten ab September werden liegengebliebene Editionen der letzten 5 Jahre eingearbeitet und die vorhandenen Seiten ins neue Design angepasst. Bevor der Steinfelder Kalender und der Rödelsbergkalender bei Nideggen editiert werden konnten, wurde ein neuer Kalender in Lammersdorf bei Simmerath/Eifel entdeckt. Einige interessante Begehungen lassen überdies auf das Vonhandensein von Menhiren schließen.

2015 - Die Erforschung der vorzeitlichen Stätten in Lammersdorf waren ein Erfolg. Die Einzelanalysen erbrachten bemerkenswerte Einblicke in die Vorzeit von Lammersdorf. Weitere Erkundungen brachten Neuigkeiten zur Aduatuka-Forschung und zu den Steinfunden bei Lammersdorf. Überraschenderweise konnten Erfahrungen aus Kalenderanlagen auch für eine Ortsanalyse von Stotzheim bei Euskirchen genutzt und einige Aufschlüsse zur Besiedlung einer 1000-Fuß Anlage gewonnen werden. Schließlich erfolgte noch im November eine Wanderung am sogenannten Ferschweiler Platteau etwa 15 km südwestlich von Bitburg und 35 km nordöstlich der Stadt Luxemburg gelegen. Eine kurze Untersuchung ergab keine Kalenderrelevanz der dortigen vorzeitlichen Zeugnisse; hier überwiegt der kultische Zweck.

2016 - Bereits Ende 2015 wurde Wéris in Belgien ein Besuch abgestattet. Wéris liegt Luftlinie etwa 80 km südwestlich von Aachen und etwa 65 km westlich von Prüm / Eifel. Wie allgemein bekannt, gibt es nur noch wenige Zeugnisse des Steinkults im Bereich der Eifel. Im unweit entfernten Wéris finden sich eigentlich die bedeutendsten Steinfunde im Umkreis von 150 km. Den dortigen Zeugnissen wird eine hohe Bedeutung beigemessen. Die Ausrichtungen einzelner Dolmen oder Menhire belegen eine Kalendertauglichkeit eines noch zusammenfassend zu erklärenden Systems. Es zeigt sich nach und nach, dass erste Steinsetzuingen nach kalendarischen Gesichtspunkten bereits vor 5000 - 7000 Jahren erfolgten.

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